Oft leiden die Betroffenen unter Mundgeruch, schlechtem Geschmack im Mund (besonders morgens) und Schmerzen. Manchmal, besonders bei Rauchern, bleiben die Warnsymptome des Körpers aus. Das führt dazu, dass die Erkrankung erst im fortgeschrittenen Stadium bemerkt wird. Unbehandelt greift die Erkrankung auf den Kieferknochen über. Dann besteht eine massive Parodontitis mit blutendem Zahnfleisch, 'länger werdenden' und gelockerten Zähnen, Zahnfleischtaschen, Änderungen in der Zahnstellung (Zahnwanderung), schlechtem Mundgeruch und Schmerzbeschwerden. Schließlich führt die Parodontitis zum Zahnverlust.
Seit einiger Zeit ist der negative Einfluss der Parodontitis auf das erhöhte Risiko für Herzinfarkt, Diabetes, Frühgeburt, Lungenentzündung (durch Einatmen der Keime) und anderen ernsten Erkrankungen wissenschaftlich belegt. Verschiedene Medikamente können eine Parodontose begünstigen, z.B. Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems (Immunsupressiva) oder Medikamente zur Blutdrucksenkung (Antihypertonika). Raucher haben ein besonders hohes Parodontistisrisiko weil sich durch den Nikotiongenuss das Bakterienmilieu in der Mundhöhle nachhaltig verändert. Bis auf sehr wenige Ausnahmen ist diese Erkrankung nicht schicksalhaft. |
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Die medizinische Zahnreinigung (MZR) als erste Maßnahme bei einer bestehenden Parodontitis hilft Ihnen dabei Ihre häusliche Zahnpflege zukünftig effizient und wirksam einzusetzen. Gut aufgeklärt und von den zahnärztlichen Mitarbeiterinnen geschult wissen Sie in Zukunft, worauf es bei der Zahnpflege ankommt.
Besteht bereits eine massive Parodontitis, reicht die MZR als alleinige Maßnahme nicht mehr aus. Je nach Ausgangsituation erfolgt eine Behandlung der Zahnfleischtaschen in mehreren Sitzungen. In Abstand von einigen Wochen erfolgen Zwischenkontrollen, um den Behandlungserfolg zu verfolgen und rechtzeitig bei einem Wiederauftreten von Symptomen günstig zu beeinflussen. Je nach individuellem Behandlungsfall wird die Behandlung durch mikrobiologische Keimuntersuchungen, Antibiotikatherapie, antibakterielle Einlagen in den Zahnfleischtaschen und Spülkuren (Full mouth Desinfektion) untersützt. In den meisten Fällen ist bereits nach der dieser Behandlungsphase eine deutliche Besserung festzustellen. Entscheidend für den dauerhaften Erfolg ist, dass eine lebenslange Nachsorge dieser chronischen Erkrankung erfolgt. Je nach Erkrankungsrisiko sind zwei bis vier Kontrolltermine (Recall) mit geeigneten Reinigungsmaßnahmen notwendig.
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